Samstag, 16. Juli 2016

Rezension: Niemand sieht mich kommen von Lisa Scottoline

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Buch: Niemand sieht mich kommen
Autor: Lisa Scottoline
ISBN: 
978-3352008849
Seiten: 416
Verlag: Rütten & Loening
 Aufbau Verlag
Klappentext des Inhaltes:
Doktor Eric Parrish, der Chef einer psychiatrischen Klinik, hat schon bessere Tage gesehen. Seine Frau will sich von ihm trennen und droht, ihm seine siebenjährige Tochter Hannah wegzunehmen. Eine krebskranke Patientin legt ihm ihren Enkel Max ans Herz, der dringend Hilfe braucht, weil er als Stalker unterwegs ist, und die Medizinstudentin Kristine macht ihm Avancen – und klagt ihn der sexuellen Belästigung an, nachdem er sie abgewiesen hat. Als man ihn auch noch eines Mordes verdächtigt, begreift Eric, dass ihn jemand vernichten will.
  


Meine Meinung:

Niemand sieht mich kommen von Lisa Scottoline ist ein packender Thriller , dessen Ende man in diesem Umfang wirklich nicht als Leser vorhersehen kann^^

Der Hauptprotagonist der Geschichte ist Doktor Eric Parrish, Chef einer psychiatrischen Klinik und ein ziemlich netter , sympathischer Typ, mit dem man im Laufe der Zeit noch so richtig mitfühlen kann. Während man seinen Alltag ein wenig miterlebt und von seiner frischen Scheidung erfährt, die ihn ziemlich mitnimmt, erhascht man ebenso einen Blick auf seine Arbeit. Und wir lernen zusammen mit ihm eine nette krebskranke Patientin kennen, die ihn darum bittet , sich um ihren Enkel Max zu kümmern. Daraufhin nimmt sich Eric diesen Jungen an und bietet ihm eine Therapie an. Bei diesen Sitzungen erfahren wir mehr von diesem introvertiert wirkenden Jungen, der ziemliche Probleme zu haben scheint...nicht nur dass er mit dem baldigen Verlust seiner geliebten Großmutter zurechtkommen muss, er unter einer heftigen und nervigen Zwangsneurose leidet, sondern auch noch Wahnvorstellungen bzw Gewaltfantasien gegenüber einem Mädchen das er mag hegt!
Während Eric zwar leicht beunruhigt über dessen Erzählungen ist, nimmt er nicht an, dass Max zu tatsächlichen Gewalttaten fähig wäre...doch sollte er sich irren?
Denn bald schon stirbt das Mädchen.....und Eric selbst scheint bald schon als Verdächtiger in den Fokus zu rücken, da er selbst der letzte war, der sie lebend gesehen hatte...Doch wie kann er seine Unschuld beweisen, ohne seine ärztliche Schweigepflicht zu verletzten? Außerdem kommt noch zu Dr. Parrish erschwerend hinzu, dass ausgerechnet jetzt eine Medizinstudentin ihn wegen sexueller Belästigung anprangert!...Als wenn dies nicht schon genug an schlechten Nachrichten wäre....muss er sich auch noch um das beantragte Sorgerecht um seine geliebte Tochter Hannah sorgen! :-)
Zum Glück gibt es jedoch seine gute Freundin Laurie die zu um hält, und dessen Bruder Paul bald sein Anwalt werden wird. Doch wie kommt er aus der Misere heraus...und wie kann er zeitgleich den zutiefst verletzten Max beistehen, der bald schon im regelrechten Sinne des Wortes droht Amok zu laufen?

Während all dieser Zeit frage ich mich als Leser, wie Dr Parrish nur so ein Vertrauen in seinen Patienten haben kann, und ihn nicht vorab verurteilt....vor allem da er ihn noch nicht lange kennt. Außerdem scheint er geradezu Vatergefühle gegenüber diesem Jungen zu entwickeln.
Wobei er selbst ziemlich in der Patsche sitzt, scheint er sich jedoch hauptsächlich Sorgen um andere zu machen...ob es um seine anderen Patienten geht oder um Max. So kommt er einem manchmal leicht naiv vor...aber nichtsdestotrotz auch sehr menschlich und er wuchs mir mit seinem Verhalten sehr ans Herz! Und so fiebert man richtig mit ihm mit und hofft dass sein Leben bald wieder in gewohnten Bahnen verlaufen wird...! Doch die Frage bleibt, wer das junge Mädchen tatsächlich umgebracht hatte`? War es ihr geheimer Freund? Oder doch der psychisch angeschlagene Max? Oder ein großer Unbekannter, der nur darauf wartet, das Leben von Eric Parrish zu zerstören??

Niemand sieht mich kommen ist ein wirklich mitreißender Thriller, dessen Ende niemand kommen sieht... :-)

 Von mir bekommt es 5 von 5 Punkten


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