Sonntag, 15. Januar 2017

Rezension: Wer Furcht sät von Tony Parsons

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Buch:

Wer Furcht sät
Autor:Tony Parsons
  Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3404174423
Seiten: 320 

Klappentext des Inhaltes:


Detective Max Wolfes dritter FallIn London macht eine Bürgerwehr, der Club der Henker, Jagd auf böse Menschen – auf Pädophile, Mörder, Hassprediger – und erhängt sie. Mit diesen Fällen von Lynchjustiz beginnen für Detective Max Wolfe seine bisher schwierigsten Ermittlungen. Denn wie fängt man Mörder, die von der Öffentlichkeit als Helden gefeiert werden? Seine Spurensuche führt ihn tief unter die Stadt, in den Untergrund Londons mit seinen vielen stillgelegten Tunneln und Geisterstationen. Doch ehe Max den Club der Henker stellen kann, muss er am eigenen Leib erfahren, wie schmal der Grat zwischen Gut und Böse, Schuld und Unschuld ist …
(Quelle: Bastei Lübbe)


Meine Meinung:


Wer Furcht sät von Tony Parsons ist ein sehr interessantes Buch, dass sicherlich zum Nachdenken anregt und dem Leser noch nachträglich ein wenig beschäftigen wird. Denn hier geht es um das spannende und brisante Thema der Selbstjustiz, dass im Fokus des Buches gestellt wurde.

Denn eine Gruppe , die als „Der Club der Henker“ für Aufsehen in der Öffentlichkeit sorgt, spaltet nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Polizei an sich. Denn der Club hat es sich zur Aufgabe gemacht, Verbrecher der Gerechtigkeit zuzuführen , und sie auch selbst zu vollstrecken.
Für Detective Max Wolf ist es diesmal eine ganz spezielle Ermittlung, denn die Mörder werden in der Öffentlichkeit selbst als eine Art Helden gefeiert....doch Max Wolf muss diese Bande fassen und ihnen Einhalt gebieten, denn niemand hat das Recht selbst das Gesetz in die Hand zu nehmen...

Toll fand ich auch diese Überlegung:
Zitat Seite 86: " Was sie tun, das ist gegen das Gesetz. Aber ist es deswegen falsch?"

Eine wirklich interessante Frage....doch auch wenn man ihnen insgeheim Beifall zollen würde, so erschrickt es einem dann doch ein wenig, denn jeder Mensch sieht ja etwas anderes als „Richtig“ an und für jeden bedeutet etwas anderes als „Verbrechen“. Daher ist es wichtig dass immer noch das Gesetz und ein Gericht darüber entscheiden sollte, und nicht die Bürger....Letztendlich wären wir ansonsten wieder in einem längst vergessenen Jahrhundert angekommen, indenen aufgebrachte Bürger zu einem mörderischen Mob werden und mit Heugabeln selbst zu Mördern werden...


Max Wolf blieb mir bis zum Ende des Buches ein wenig fremd , wie auch seine Kollegen und die meisten Charaktere in diesem Roman. Auch die manchmal etwas lang gehaltenen Erklärungen von Fachbegriffen und Abkürzungen in der Polizeisprache waren für mich ein wenig störend und nicht wirklich von Belang. Oder muss ich wirklich als Normalbürger wissen, für was welche Zeichen stehen in der Polizei? Kopf kratz Für mich hat das leider ein wenig an der Spannung eingebüßt.

Am interessantesten fand ich ja persönlich das Nachwort des Autors. Dieses war wirklich sehr interessant und lesenswert. Auch seine Aussage: „Und einige Menschen kommen noch immer mit Mord davon" ....finde ich wirklich erschreckend, aber leider wahr...und nimmt einem , besonders als einen gerechtigkeitsliebenden Menschen sehr mit.

Ein Buch dass die packende Historie von London sehr gut ans Licht bringt und auch sehr gut in eine Geschichtsstunde passen würde, aber als einen Thriller würde ich es nun nicht unbedingt betiteln.. Da mir wirklich Spannung und das Mitfiebern ein wenig gefehlt haben.


Von mir bekommt es 3 von 5 Punkten




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