Sonntag, 3. April 2016

Rezension: Weggeglückt von René B. Werner



Buch: Weggeglückt 
Autor: René B. Werner
ISBN: 
978-3739205625
Verlag: 
Books on Demand
Seiten: 348



Klappentext des Inhaltes:


Ein Roman über die Liebe.

Eigentlich nichts Besonderes. Wäre da nichtein Blick hinter die Fassaden, schonungslose Einblicke in den gelebten Egoismus der heutigen Zeit. Wo uns die Versuchung vor sich her treibt, wir im Anblick nie enden wollender Versuchungen nur zu gern den Verlockungen erliegen, da war ein nahrhafter Boden für die Auseinandersetzung mit der Liebe im 21. Jahrhundert. 
Nun werden aber auch keine modernen Liebespraktiken und Beziehungsformen hinterfragt.
Vielmehr sehen wir uns mit grundlegenden Dingen konfrontiert.
Wann schafft der Mensch es, zufrieden zu sein? 
Braucht es dafür erst den Fingerzeig des Schicksals, damit Menschen aufwachen 
und sich ihrer Werte besinnen?

(Quelle: RBW Verlag)


Meine Meinung:


„Weggeglückt“ von René B. Werner ist ein eindringliches und sehr intensives Buch, dass uns vor Augen führt, wie vergänglich doch ein Leben ist. Außerdem versucht es uns aufzurütteln; man sollte das Leben und vor allem sein Glück genießen und nicht immer nach einer unnahbaren Illusion hinterherjagen, die uns womöglich glücklicher machen würde....denn viel zu oft vergessen wir dabei dass das Wichtige bereits in unserer Nähe ist.
Oder liegt es in der Natur der Menschen immer unzufrieden zu sein, mit dem was man bereits hat....?
Dies muss sich auch bald unsere Hauptprotagonistin Julia fragen, die sich in ihrer Beziehung zu Steve nicht mehr wohl fühlt. 
Der Alltag hat die Liebe zwischen ihnen fad und langweilig in den 9 Jahren gemacht und so beginnt sie damit an ihrem Leben und ihrem bisherigen Glück zu zweifeln....
Für alle anderen in ihrem Umfeld wahren Julia und Steve wie füreinander geschaffen, doch waren sie das wirklich?
Zitat Seite 47: „Woran erkennt man denn nun den richtigen Mann? 
Dieser eine Mann fürs Leben?“
Als dann noch plötzlich Thomas auftaucht, scheint sie sich mit ihren Gefühlen in einer Zwickmühle zu befinden.
 
Doch das kurze Glücksgefühl scheint zerbrechlich und nur von kurzer Dauer zu sein, als sich ein tragischer Unfall ereignet...
Während der Leser Julia in ihrer Trauerzeit und der Wehmut ihres einstigen Glücks durch das Buch und durch die Jahre begleitet, erleben wir immer wieder wie Julia und auch Steve einer vergangenen Zeit hinterher trauern, und dabei fast vergessen , ihr Leben ganz bewusst im Hier und Jetzt zu leben und zu genießen. Wie eine schwere Last scheint ihnen ihre einstige Liebe wie eine Schlechtwetterfront stets über dem Kopf zu hängen, und sie mit Selbstzweifel und Kummer zu überziehen.
Erst im Alter und viel zu spät, erkennen die beiden was Glück wirklich bedeutet.,...

Zitat Seite 324: „Innezuhalten und den Moment zu genießen“

Ein wirklich sehr eindrucksvoller Roman, der mich wirklich berührt hat.
Die melancholische Stimmung die über diesem Buch liegt, lässt niemanden kalt und fast schon magisch ziehen einem die kleinen Weisheiten, die hier geradezu heraus gehauen werden, in den Bann. Besonders genial fand ich dieses Satz: 
 Zitat Seite 98: „Also liegt wohl das Geheimnis im Erlernen der Zufriedenheit“
Leider ist das viel schwerer, als es sich anhört.
Jedoch hat mich das Buch wirklich etwas sensibilisiert, denn wie man am Beispiel von Julia und von Steve erkennen kann, sollte man nicht immer seinen vergangenen Fehlern oder seinem mutmaßlichem weggeworfenem Glück hinterher trauern, und dabei seine Zukunft aus den Augen verlieren.
 Denn niemand sollte seine kurze Zeit damit verschwenden sich stets nach etwas anderem zu sehnen und dabei vergessen zu Leben und das Glück im Augenblick zu finden.
 

Eine wirklich unter die Haut gehende dramatische Geschichte über die Höhen und die Tiefen in der Liebe und im Glück

Von mir bekommt es 5 von 5 Punkten
 

 


Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an den:
 
 







 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen