Sonntag, 2. Dezember 2012

Kurzgeschichte






Das Meer


Stürme toben, doch mein Innerstes ist ruhig.
Wellen schlagen, doch das Herz bleibt still.
Wind braust auf, doch kein Schrei kommt über meine Lippen.
Kalte Meeresluft druchdringt meinen Körper, doch ich bemerke sie nicht, denn ich bin umgeben von Eis, das sich duch meine Venen zieht.

Das Kreischen der Möwen verendet als ein kleiner Hauch in meinem Ohr, weit weg ,als ob ich nicht hier wäre. Leere füllt mich aus und kein einizger Funken, kann mich zum Leben anfachen.
Denn nichts hat eine Bedeutung außer Du.
Doch du bist fort!
Ohne zurückzuschauen. Ohne eine Träne. Ohne Mitleid. Du bist fort, und wirst nicht wiederkehren....
Kein Zurück, aber auch auch keine Zukunft.
Denn du bist genauso leer wie ich es bin,
Jedoch mit einem Unterschied......ich lebe und du nicht! 
Dein Herz schlägt nicht mehr im Rhytmus der Wellen.


Das Brausen des Windes wird nicht mehr deine Schreie verwehen.
Und die kalte Meeresluft wird dir nicht mehr weh tun, denn dein Körper ist bereits steif und taub von der Kälte. 
Das Kreischen der Möwen wird der letzte Laut in deinen Ohren gewesen sein- denn du bist tot.
Gestorben in den Tiefen des Meeres.

Mein Herz weinte nicht als ich zusah, wie du ertranktest. 
Meine Lippen waren nicht bewegungslos, nein, denn ich habe gelacht.
Meine Ohren waren nicht taub, als du um Hilfe riefst, doch mein Innerstes blieb ruhig und still.
Denn ich wusste nur ohne Dich, würde ich diese Leere ertragen können. 
Denn du warst derjenige der mich zuerst verlassen hat.
Damals als du gegangen warst , bist du gestorben....
Deine Seele, dein Herz, deine Liebe. 
Zurück blieb nur dein Körper, eine Hülle, desse ich mich nun entledigt habe,

Ich schaue hinaus auf das Meer und seufze.
Ich bin frei und kann endlich wieder Leben.
Mit einem wohligen Schauder, breite ich die Arme aus und lasse mich fallen.
Ich fliege wie ein Vogel, wie die Möwen.
Bin wie der Stum der zum Meer zieht.
Bin mit Wasser erfüllt, als ich im Meer aufschlage und bemerke die Kälte die mich durchdringt.
Endlich kann ich fühlen, ich kann Leben im Tode.
Denn nun bin ich frei....
 

1 Kommentar:

  1. aaaah, wie schööööön!

    Wünsche dir einen schönen 1 Advent!

    Liebe Grüße
    Frau Huegel

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