Montag, 16. Oktober 2017

Rezension: Die Romanows von Simon Sebag Montefiore




Buch: Die Romanows : Glanz und Untergang der Zaren-Dynastie 
1613-1918
Autor: Simon Sebag Montefiore
  Verlag: 
S. FISCHER 
ISBN: 978-3100506108
Seiten: 1032

 
 
Klappentext des Inhaltes:
 
 
Die prunkvolle und blutige Geschichte der sagenumwobenen Dynastie der Romanows, die Russland jahrhundertelang bescherrschte und bis heute prägt.

Wie kein anderes Adelsgeschlecht sind die Romanows der Inbegriff von schillerndem Prunk, Macht, Dekadenz und Grausamkeit. Über 300 Jahre dominierten sie das russische Reich, mehr als 20 Zaren und Zarinnen gingen aus dem Geschlecht hervor, allesamt getrieben von unbändigem Machthunger und rücksichtslosem Willen zu herrschen – einige dem Wahnsinn näher als dem Genie. Simon Sebag Montefiore erzählt die Saga dieser unglaublichen Familie, in der Rivalität, Giftmorde und sexuelle Exzesse regelrecht auf der Tagesordnung standen. Basierend auf neuester Forschung und unbekanntem Archivmaterial zeichnet er die Schicksale und politischen Verwicklungen nach. Weder zuvor noch danach gab es ein so gewaltiges Reich, in dem sich Glanz und Grausamkeit auf unheilvolle Weise verbündeten.
Mit zahlreichen Abbildungen, prächtige Ausstattung.
 
(Quelle: S Fischer Verlag)
 
 
Meine Meinung:
 

Die Romanows : Glanz und Untergang der Zaren-Dynastie 1613-1918 von Simon Sebag Montefiore ist ein wirklich detailliertes Meisterwerk über diese spannende und zum Teil wahnsinnige Familie^^
Der Autor hat es geschafft, diese wahrlich schwere Kost, auf eine anschauliche und gut unterhaltende Art und Weise zu schreiben, ohne Langweilig zu werden.
Dennoch sollte man sich eine gewisse Zeit für dieses Buch (ähm Wälzer trifft es eher^^) nehmen, denn auch Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden…ebenso wie diese Familiengeschichte über 300 Jahre andauerte…..da sollte man die Vergangenheit nicht in kurzer Zeit einatmen, sondern sie langsam wie einen guten Wein genießen^^
Ich muss auch gestehen, dass ich dieses Buch auch nicht schnell hätte lesen können, da die kleine Schrift nach einer gewissen Zeit etwas anstrengt und ich auch die zum Teil etwas schwere Kost erstmal etwas sacken lassen musste.
G
Ganz toll und informativ fand ich den Stammbaum der ganz vorne im Buch zu finden ist. Hier bekommt man einen kleinen Überblick wer von wem abstammt und wer mit wem wie verwandt ist^^
Im Buch wird explizit jede Person bzw dessen Leben beschrieben und seines Ablebens. Ebenso wie die kleinen aber sehr interessanten Zusatzbemerkungen zu der damaligen Zeit, bzw den damaligen Gepflogenheiten, wie zum Beispiel der einstigen Brautschau ^^
Vermutlich wussten bereits mehrere Leser dieser Lektüre, die sich im Vorfeld bereits über diese Dynastie informiert hatten, dass Iwan der Schreckliche der Mann von Anastasia Romanow war. Für mich jedoch war das neu und damit wirklich ein AHA Moment^^ Denn Iwan der Schreckliche ist wohl auch den meisten Nichtwissenden Bekannt^^^

Im Buch geht es wirklich ziemlich sehr aufregend, abenteuerlich und vor allem gefährlich zu….im Leben dieser Personen war wirklich alles anzufinden…..ob Morde, Vergiftungen und Intrigen, hier wimmelte es nur so vor Aktivitäten…

Wirklich zum Teil spannender als jeglicher Thriller…..denn was kann auch schon spannender sein als das Leben selbst…? 
 
Eine wirklich glorreiche und schillernder Adelsfamilie, die wie jeder Mensch auch, Höhen und Tiefen durchlebten…..doch auch wenn mit der Ermordung der Zarenfamilie im Jahr 1918 diese Familiendynastie endete, werden sie dennoch niemals vergessen werden.
Dramatisch , spannend, informativ, aber auch ziemlich lang....so stellt sich dieses Buch für mich dar.
Wahrlich nur für echte Liebhaber von historischen Biografien zu empfehlen, oder von Fans dieses Zarengeschlechts, ansonsten könnten Normalbürger evtl beim Anblick dieser dicken Lektüre und den kleinen und vielbeschriebenen Seiten doch ein wenig Angst bekommen?^^ 
 

Von mir bekommt es 4 von 5 Punkten






Herzlichen Dank für dieses Rezensionexemplar an den:

https://www.fischerverlage.de/

 

Mittwoch, 26. Juli 2017

aktueller SuB


Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch gerne meine Bücher vorstellen, die ich in der nächsten Zeit lesen werde^^
Brav warten sie wie die anderen (gefühlten 100 darauf dass ich mich mit ihnen beschäftige) doch diese hier sind in der engeren Auswahl^^







"Murder Park" von Jonas Winner lese ich gerade schon^^ Und bin schon mitten drin, in diesem tödlichen Vergnügungspark^^

"Besondere Umstände" von Gabriela Kasperski und Wild Cards von George R.R: Martin werde ich dann anschließend lesen.


Habt ihr die Bücher evtl schon gelesen? Wenn ja, wie fandet ihr sie? Könnt ihr mir sie empfehlen? 
Über Eure kurzen Berichte würde ich mich sehr freuen.


Liebe Grüße Kendra




Montag, 24. Juli 2017

Rezension: Letzter Bus nach Coffeeville von J. Paul Henderson






Buch: Letzter Bus nach Coffeeville
Autor: J. Paul Henderson
  Verlag:
Diogenes;
ISBN: 978-3257243918
Seiten:528
 
 
 
Klappentext des Inhaltes:
 
Drei in jeder Hinsicht ziemlich älteste Freunde reisen in einem klapprigen Tourbus der Beatles quer durch die USA bis nach Mississippi. Mit an Bord: Alzheimer, die grausame Krankheit des Vergessens. Nach und nach steigen noch andere Passagiere mit kunterbunten Lebensläufen zu, die verrückt genug sind, um es mit so einem heimtückischen Mitreisenden aufzunehmen. Ein Buch, bei dem man ebenso oft Tränen weint wie Tränen lacht und das man dabeihaben will, wenn’s im eigenen Leben mal nichts mehr zu lachen gibt.
 
(Quelle: Verlag)
 
 
Meine Meinung:
 
 
"Letzter Bus nach Coffeeville" von J Paul Henderson ist ein gefühlvoller Roman, der uns die Schonungslosigkeit des Lebens aufzeigt und bei mir dazu führt, dass man das Buch mit einer leichten melancholischen Stimmung liest.
Denn bereits zu Beginn weiß man schon eigentlich wie das Buch ausgehen wird….doch die Reise bis dahin lenkt den Leser immer wieder ab, so dass der traurige Schluss, erstmal ausgeblendet werden kann.
Denn die Reise an sich verspricht am Anfang wirklich abenteuerlich zu werden, doch dann muss ich gestehen, hat sich teilweise ein wenig Langatmigkeit und Uninteresse meinerseits eingeschlichen…Auch die Charaktere an sich, waren mir manchmal etwas zu abstrus entwickelt worden….bzw. deren etwas zu weit hergeholten Vergangenheit.
Auch Erics Geschichte an sich finde ich schon relativ kurios…
Doch ich möchte nicht zu viel verraten, denn gerade die einzelnen Schicksale der Reisegefährten tragen sehr viel zur Geschichte bei….bzw nehmen den größten Teil davon ein.
Besonders im Mittelpunkt steht jedoch Doc, dem nicht nur eine sehr innige Freundschaft zu seiner einstigen Partnerin Nancy verbindet, sondern auch ein Versprechen, dass er ihr einst gab. Gerade dieser Schwur führt ihn und seine Freunde zum letztendlichen Ziel…..
Dabei versuchen sie noch die Zeit zu genießen, die ihnen allesamt miteinander verbleibt….und so zögert Doc immer weiter den Zeitpunkt heraus, indem er sein Versprechen einlösen muss….

Zitat Seite: 499:
„Drei alte Freunde , die, nach Jahrzenten endlich wieder vereint, sich bald für immer voneinander verabschieden würden“


Ein Buch das wirklich sehr emotional, aber auch auf einer wunderbaren empfindsamen Art und Weise, das Thema: Alzheimer und den Tod thematisiert.
Dennoch waren mir größtenteils die einzelnen Storys um die anderen Personen etwas zu fantasiereich und mit keinem von ihnen verband ich eine Zuneigung….Nur zu Nancy und dem Doc konnte ich ein wenig Sympathie entwickeln.
 
Ein schönes Buch, dass einem wieder mal zeigt, wie wichtig Freunde sind. Nicht wegen diesem extrem starken Freundschaftsbeweis……sondern, dass man mit ihnen die Höhen und Tiefen im Leben viel besser meistern kann, so wie der Doc es zusammen mit Bob, Jack und Eric zu tun vermochte.
 
 


Von mir bekommt es 3 von 5 Punkten

 

Freitag, 30. Juni 2017

Rezension: Die Entfesselten von C.J. Daugherty / Carina Rozenfeld




Buch: Secret Fire (2)
Die Entfesselten
Autor: C.J. Daugherty/ Carina Rozenfeld
  Verlag:
Ötinger




Klappentext des Inhaltes:

Wenn ein Fluch dein Schicksal ist, vertrau‘ auf die Liebe! Taylor und Sacha haben im St. Wilfred College Zuflucht gefunden. Hier sucht man fieberhaft nach einer Möglichkeit, die furchterregenden Todbringer zu vernichten. Nur noch wenige Tage bleiben bis zu Sachas 18. Geburtstag, dem Tag, an dem er sterben wird, falls die zwei es nicht schaffen, den uralten Fluch zu bezwingen. Ein Wettlauf gegen die Zeit, der von Sacha und Taylor verlangt, sich dem zu stellen, was sie am meisten fürchten, um nicht zu verlieren, was sie am meisten lieben.

(Quelle: Oetinger Verlag)



Meine Meinung:


Die Entfesselten von dem Autorenduo C.J. Daugherty und Carina Rozenfeld ist der Abschlussband dieser Diologie der Secret Fire Reihe.
Nahtlos knüpft das Buch an seinen Vorgänger an.  Auch wenn ich anfangs ein wenig Zeit brauchte um wieder in die Geschichte und in den Leseflow hineinzugelangen, ist es doch recht schnell gelungen.

Vor allem die leichte und flüssige Schreibweise der beiden Autorinnen ist wunderbar zu lesen.  Auch die Erzählweise der Geschichte: aus der Perspektive der beiden Protagonisten finde ich sehr ansprechend und lässt uns schön in die persönliche Gedanken der beiden hineinhorchen.
Dennoch muss ich zugeben, dass es ab und an ein wenig an Spannung fehlte....bzw dass es manchmal ein paar Momente gab, die sich etwas in die Länge zogen. Doch immer wieder schaffte es das Buch mein Interesse zurück zu gewinnen :-)) 

Denn die Charaktere sind allesamt sehr gelungen geschaffen worden.  Tyler, die sich in diesem Band sehr darum bemüht ihre alchemistischen Kräfte in Turbogeschwindigkeit anzueignen , ist ganz klar die treibende Kraft im Kampf gegen den Fluch :-) Doch auch Sascha der sich selbst ein wenig Unnütz fühlt, hat seine Momente :-))  Doch schaffen die beiden es rechtzeitig den Fluch zu brechen? Denn Saschas 18. Geburtstag steht schon sehr bald vor der Tür.....und nicht nur dieser....denn auch ihre Feinde sind ihnen stets dicht auf den Fersen.
Auch das neue Liebespaar Louisa und Alastair sind Sympathieträger und ein klarer Gewinn für die Story :-)

Einzig und alleine der Schluss, hat mich ein wenig enttäuscht....bzw mich nicht komplett zufrieden gestellt^^^ Wieso? das solltet ihr lieber selber lesen :-) Aber das ist ja Geschmackssache.

Ein wirklich guter Abschlussband der Reihe, der für mich ruhig noch einen weiteren Teil vertragen hätte können.  

Ein magischer Kampf um die Liebe und ein alter Fluch, immer wieder ein toller Stoff für Bücher :


Von mir bekommt es 4 von 5 Punkten
  
Reihe:
  • 1. Secret Fire – Die Entflammten
     
  • 2. Secret Fire – Die Entfesselten



Freitag, 14. April 2017

Rezension: Infernale (2) Rhapsodie in Schwarz von Sophie Jordan




Buch: Infernale (2)
Rhapsodie in Schwarz
Autor: Sophie Jordan
  Verlag:
Loewe Verlag
ISBN: 978-3785583692
                                                                                     


Klappentext des Inhaltes:

Seit Davy positiv auf das Mördergen (HTS) getestet wurde, hat sie alles verloren: ihre Familie, ihre Freunde, ihre Zukunft – und was am schlimmsten ist, sich selbst. Denn obwohl sie verzweifelt dagegen angekämpft hat, ist sie doch zu dem geworden, was sie nie sein wollte: eine Mörderin.
Eine Widerstandsgruppe und ihr Anführer Caden geben ihr ein neues Ziel. Und Caden weckt Gefühle in ihr, zu denen sie glaubte, nie mehr fähig zu sein. Aber die Schuldgefühle lassen Davy einfach nicht los ...

Infernale – Rhapsodie in Schwarz ist der zweite und finale Band der Reihe. Der erste Band lautet Infernale.

(Quelle: Loewe Verlag)


Meine Meinung:


Infernale (2) Rhapsodie in Schwarz ist der Abschlussband dieser 2 teiligen Reihe von Sophie Jordan.
Dieser Teil beginnt kurz nach ihrer Flucht aus Mount Haven und wir befinden uns mit den 4 liebgewonnen Charakteren Sean, Gil, Sabine und Davy kurz davor das eigentlichen Ziel ,das Flüchtlingslager in Mexiko , zu erreichen.
Doch bereits seit Beginn dieses Bandes können wir erkennen, dass Davy aufgrund ihrer Handlung zu die sie in Mount Haven gezwungen war zu tun, immer noch von Alpträume verfolgt wird und unweigerlich Sean mit ihrer Tat in Verbindung bringt...es ist fast so als wäre ihre Liebe unweigerlich zu Ende.... Doch können die beiden einstigen Verliebten wieder zueinander finden? 
Diese Frage stellt sich bereits sehr bald, als Davy auf ihrem Weg nach Mexiko von der Gruppe getrennt wird....Während sie von einem Unbekannten gefunden wird, der sie in einen geheimen unterirdischen Bunker bringt, indenen eine Widerstandsgruppe von weiteren HTS Gen Trägern lebt, versucht sie sobald wie möglich dieses Lager zu verlassen....denn nicht nur, dass sie erst wieder zu Kräften kommen muss um den Weg zu ihren Freunden zu erreichen , sie traut auch einigen Bewohner dieser Anlage nicht wirklich über den Weg....

Sollte sie mit ihrem Misstrauen wirklich Recht behalten? Oder hat sie eine zu große Schutzmauer um sich gezogen um nicht weiter verletzt werden zu können? Denn der Hauptmann dieser Gruppe, Caden scheint ihr gefährlich nahe zu kommen...kann sie weiterhin seinem Charme und seinem Optimismus entkommen? 

Zitat Seite 42: „Wir sind nicht perfekt, aber wir sind auch keine Monster. Wir sind einfach nur Menschen“

Dies versucht Caden ihr beizubringen....denn Davy scheint immer noch zu glauben, dass sie selbst und all die anderen Träger dazu verdammt sind, Mörder zu sein....vor allem als sie erneut wieder dazu gezwungen ist , zu töten...
Doch obwohl sie sich immer mehr zu Caden hingezogen fühlt...kann sie nicht bleiben.....denn sie vermisst ihre Freunde.....Außerdem gibt es einen Verräter in den eigenen Reihen, der erst einmal zu enttarnen ist.....

Ein wirklich aufregender und toller Abschluss dieser Reihe. Hier kommt nichts zu kurz...weder die Liebe noch die Spannung...! Auch das Ende hat mich vollkommen überzeugt :-)
Der einzige Wermutstropfen ist, dass man einige liebgewonnen Charaktere aus dem ersten Band nicht so wirklich in diesem Teil mehr miterleben kann....da sie ziemlich in den Hintergrund rücken...dafür gibt es eben neue Figuren, auf die Davy trifft.

Hier passt hervorragend dieses Zitat auf Seite 371:
 „ Das Leben besteht aus einer Reihe von Begrüßungen und Abschieden.“

Und hiermit müssen wir uns von einer tollen 2 teiligen Reihe verabschieden, die mir viele schöne Lesezeiten beschert haben^^

Von mir bekommt es 5 von 5 Punkten



Herzlichen Dank für dieses Buch an das :



Sonntag, 19. März 2017

Rezension: Am Ender aller Zeiten von Adrian J. Walker



Buch: Am Ende aller Zeiten
Autor: Adrian J. Walker
  Verlag:
FISCHER Tor
ISBN: 978-3596037049
Seiten: 432

Klappentext des Inhaltes:

Adrian J Walker hat mit ›Am Ende aller Zeiten‹ einen postapokalyptischen Roman geschrieben, in dem ein ganz normaler Familienvater vor die größte Herausforderung seines Lebens gestellt wird.
Edgar Hill ist Mitte dreißig, und er hat sein Leben gründlich satt. Unzufrieden mit sich und seinem Alltag in Schottland als Angestellter, Familienvater und Eigenheimbesitzer, fragt er sich vor allem eins: Hat das alles irgendwann einmal ein Ende? Er ahnt nicht, dass sich die Katastrophe bereits anbahnt.
Als das Ende kommt, kommt es von oben: Ein dramatischer Asteroidenschauer verwüstet die Britischen Inseln. Das Chaos ist gigantisch, die Katastrophe total. Ganze Städte werden ausgelöscht. Straßen, das Internet, die Zivilisation selbst gehören plötzlich der Vergangenheit an. England liegt in Schutt und Asche. Ist dies der Weltuntergang?

Edgar und seine Familie werden während der Evakuierung voneinander getrennt, und ihm bleibt nur eine Wahl: Will er Frau und Kinder jemals wiedersehen, muss er 500 Meilen weit laufen, durch ein zerstörtes Land und über die verbrannte Erde, von Edinburgh nach Cornwall. Zusammen mit einigen wenigen Gefährten begibt sich Edgar Hill auf einen Ultra-Marathon durch ein sterbendes Land. Doch sein Weg ist gefährlich: Im postapokalyptischen England kämpft jeder gegen jeden ums blanke Überleben.
(Quelle:  S Fischer Verlage)


Meine Meinung:


Am Ender aller Zeiten von Adrian J. Walker ist ein wirklich sehr toller Endzeitroman, der uns aufzeigt, wie „normale“ Menschen über sich herauswachsen können, sobald sie gefordert werden. Denn unsere Hauptperson Edgar Hill ist alles andere als ein Held in seinem Alltagsleben und anfangs nicht gerade ein Sympathieträger- Er ist mit seinem Leben unzufrieden und auch sein Familienleben mit seiner Frau und seinen zwei Kindern können seinen Frust nicht eindämmen.
Doch dann beginnt die Welt sich zu verändern und er zwangsläufig mit ihr mit...Denn Asteroideneinschläge verwüsten das Land und die Katastophe fordert viele Menschenleben.
Und er erkennt mit erscheckender Klarheit das was ich mir selbst in dieser Situation auch eingestehen müsste:

Zitat Seite 58: „Ich war kein Jäger, kein Handwerker, kein Krieger. Ich wusste nichts, und ich konnte nichts und garantiert nicht für meine Familie sorgen.“

Ed kann mit seiner Familie dank der rechtzeitigen Flucht in ihrem Keller überleben....doch nachdem sie von Soldaten aus ihrem Unterschlupf gerettet werden, beginnt erst der aufregende Teil des Buches. Denn bald schon steht Ed mit einigen wenigen Menschen aus dem provisorischen Lager alleine da, nachdem sie von einer Erkundungstour zurückkommen....denn seine Familie ist zusammen mit den anderen Leuten in Sicherheit gebracht worden, zurück bleiben: Richard, Bryce, Grimes , Harvey und er.
Während sie versuchen rechtzeitig nach Cornwall zu gelangen, dass 500 Meilen entfernt ist, um die Abfahrt der rettende Schiffe nicht zu verpassen, müssen sie nicht nur einen langen und beschwerlichen Fußmarsch überstehen, sondern auch der ein oder anderen Gefahr, die auf ihren Weg auf sie zu lauern scheint. Und nicht jeder von ihnen wird diese Reise überleben...

All dies erfahren wir aus der Ich Perspektive von Edgar Hill, der sein Abenteuer rückblickend erzählt und uns an dieser schweren Zeit teilhaben lässt, die mit vielen Emotionen und Schweiß von ihm erlebt wurden.
Man lernt nicht nur ihn besser kennen und die Veränderung seiner Persönlichkeit die er im Laufe der Zeit vollzieht , sondern auch seine Weggefährten, die unterschiedlicher nicht hätte sein können...

Auch das Ende finde ich wirklich passend , denn ein Happy End wäre viel zu unrealistisch gewesen, als das ich es es abgekauft hätte.
Und so konnte mich das Buch gegen Ende doch noch zum Weinen bringen, da es sehr aufwühlend und berührend war.....
Zum Teil war es manchmal etwas kurios (wie zum Beispiel einige Begegnungen mit wirklich sonderbaren Menschen) , dennoch war das Buch immer spannend und fesselnd.
Außerdem zeigt es dem Leser sehr effektvoll wie hilflos man erst einmal ist, wenn das Ende der Zeit anrückt.....wie würde man selbst reagieren? Eine Frage die hoffentlich niemals gestellt werden muss....^^

Zitat Seite 15: „ Wir sind eben Idioten. Meister der Verdrängung, die gelernt haben, sich nicht vor dem Schlafzimmerschrank zu fürchten. Das Monster muss schon vor uns stehen, damit einer schreit“


Also meiner Meinung nach verdränge ich auch lieber den Gedanken an einen drohenden Weltuntergang,,,,,nun ja anscheinend sind wir da alle ein wenig naiv, wie es unser Hauptprotagonist sehr schön mit diesem Zitat auf den Punkt gebracht hat.

Von mir bekommt es 4 von 5 Punkten



Dienstag, 28. Februar 2017

Rezension: Das Feuerzeichen (2) Rebellion von Francesca Haig








Buch: Das Feuerzeichen (2)
Rebellion
Autor: Francesca Haig
  Verlag:
Heyne Verlag
ISBN: 978-3453270411
Seiten: 480
 
 
 
Klappentext des Inhaltes:
 
In der düsteren Welt der Zukunft herrscht eine Zweiklassengesellschaft: Die perfekten Alphas regieren und genießen alle Privililegien, die Omegas – ihre vermeintlich weniger perfekten Zwillinge – werden tagtäglich unterdrückt und gedemütigt. Nachdem die Insel der Omegas zerstört wurde, ist Cass, zusammen mit ihren Freunden Piper und Zoe, auf der Flucht. Irgendwo jenseits des Ozeans, so hoffen sie, gibt es ein Land, in dem das Omega-Brandzeichen auf ihrer Stirn keine Rolle mehr spielt. Doch dazu müssen sie erst einmal an die Küste gelangen, und Cass' ruchloser Zwillingsbruder Zach ist ihnen dicht auf den Fersen
 
(Quelle: Heyne Verlag)
 
 
Meine Meinung:


Rebellion ist der 2. Teil der : Das Feuerzeichen Reihe von Francesca Haig. Die Fortsetzung konnte meiner Meinung nach leider nicht an dessen Vorgänger anknüpfen. Größtenteils fehlte einfach die Spannung und zog sich bis zum letzten Drittel des Buches ziemlich in die Länge.
Es war fast so als wäre ich selbst in diesem trostlosen Land gefangen, durch dieses die Protagonisten wandern. 

Auch wenn wir ein paar interessante Figuren während dieser Reise treffen, wie zB. Die Musikanten die über die Zustände des Landes mit ihren eigenen zu Verfügung stehenden Mitteln in die Welt hinaustragen, sondern auch der verrückt gewordene Seher Xander, lässt Cass einen Einblick auf ihr womöglich drohendes Schicksal werfen, dass evtl auf sie zu warten scheint, wie es auf alle Seher zu warten scheint.
Cass erscheint mit in diesem Band meistens sehr in sich gekehrt und ein wenig depressiv gestimmt...was kein Wunder ist, da sie ja ihren besten Freund Kip vermisst.....so wie ich auch. Da er mir in diesem Band auch ziemlich fehlt....
Zoe und Piper, ihre Weggefährten lernen wir zwar ein wenig besser kennen, dennoch kann ich nicht wirklich einen Zugang zu ihnen finden....vorallem Piper ist mir noch ein wenig suspekt und auch die Beziehung zu Cass und ihm scheint noch in der Schwebe zu liegen.
Während die drei versuchen die Menschen bzw die Omegas davor zu bewahren in die Tanks zu wandern, versuchen sie den Widerstand wieder neu aufzubauen. Außerdem bekommen sie einen unverhofften neuen Verbündeten.....den Dompteur.....doch können sie ihm wirklich vertrauen?
Erst im letzten Drittel des Buches wurde das Buch spannender und auch gewalttätiger. Vorher dümpelte es jedoch leicht vor sich hin, und ich muss gestehen, dass ich mehrmals das Buch aus der Hand gelegt habe und immer wieder mit mir gerungen habe weiterzulesen....Ansonsten bin ich eine ziemliche Schnellleserin , doch dieses Buch hat mich eines besseren belehrt, denn im Schneckentempo bin ich durch das Buch wahrlich gekrochen....^^

Ich hoffe mit voller insbrunst, dass der nächste und abschließende Teil der Reihe wieder an den ersten anknüpfen kann und mich wieder so begeistern kann. Da dieser Mittelteil mich wirklich nicht überzeugen konnte. Eine harte Geburt...nicht nur für unsere Gefährten die durch die Einöde wanderten, sondern auch für mich als Leser^^
 
 
Von mir bekommt es 2 von 5 Punkten




Herzlichen Dank an den Heyne Verlag für dieses Rezensionsexemplar